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Autodidaktische Weiterbildung: Wie funktioniert das?

Comcave College GmbH

Beruflicher Erfolg durch eine autodidaktische Weiterbildung

Beim autodidaktischen Lernen ist der Autodidakt Lehrender und Lernender zugleich. Dabei werden nicht nur die Themen und Lerninhalte selbstständig zusammengestellt, auch die Art des Lernens, die Lernmedien und das Lerntempo werden eigenständig bestimmt. Die meisten von uns haben sich irgendwann einmal autodidaktische Fähigkeiten angeeignet. Der eine hat sich vielleicht selbst das Kochen oder Stricken beigebracht, andere haben sich durch Spaß am Modellblau handwerkliche sowie technische Fähigkeiten angeeignet.

Grundsätzlich ist es auch möglich, sich beruflich relevante Kenntnisse im Rahmen einer autodidaktischen Weiterbildung anzueignen. Wer ein Talent für Computersprachen besitzt, kann sich das Programmieren selbst beibringen. Einige Sprachbegabte Menschen eignen sich Fremdsprachen in Eigenregie an. Wer kreativ ist, hat vielleicht Freude daran, sich eigenständig in Grafik- oder Videoprogramme einzuarbeiten. So kann unter Umständen aus einem Hobby später sogar ein Beruf werden.

Autodidaktische Weiterbildung: Vorteile auf einen Blick

Autodidaktisches Lernen bringt eine Reihe an Vorteilen mit sich, vor allem wenn Sie in Ihrer Flexibilität eingeschränkt sind. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Sie durch familiäre Verpflichtungen immer nur kurze Zeitspannen zum Lernen zur Verfügung haben. Zudem gibt es Menschen, die grundsätzlich besser und schneller lernen, wenn Sie sich eigenständig in ein Thema einarbeiten.

Darüber hinaus werden Lerninhalte oftmals dann besonders gut verinnerlicht, wenn diese praktisch angewendet werden. Im besten Fall haben Sie auch noch Spaß daran. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass passende Arbeits- und Lernbedingungen zur Verfügung stehen.

Vorteile einer autodidaktischen Weiterbildung auf einen Blick:

  • Lerninhalte können individuell zusammengestellt werden
  • Lernmedien (Text, Video, Audio) können nach Vorlieben ausgewählt werden
  • Praktische Übungen beziehungsweise Lernen durch Anwendung ist besonders effektiv
  • Hohe Eigenmotivation bei Themen, die Spaß machen
  • Lerninhalte können in kleinen Einheiten in den Alltag integriert werden
  • Gute Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Lernen möglich
  • Lernen von Zuhause aus möglich, wenn eine passende Lernumgebung gegeben ist

Autodidaktisch lernen: Welche Nachteile gibt es?

So erfüllend und erfolgreich autodidaktisches Lernen sein kann, so unterschiedlich fallen die Ergebnisse aus. Ob eine autodidaktische Weiterbildung zum Erfolg führt, hängt in hohem Maße vom Charakter und den Lebensumständen des Lernenden ab.

Nachteile einer autodidaktischen Weiterbildung auf einen Blick:

  • Hohes Maß an Selbstdisziplin und Selbstorganisation notwendig
  • Kein objektiver Blick für das Notwendige sowie kein Feedback und keine Korrektur
  • Unangenehme Lerninhalte werden eventuell ausgelassen
  • Zeiten zum Lernen müssen in den Alltag integriert werden
  • Passende Lernumgebung muss zur Verfügung stehen
  • Einige Themen erfordern spezielle oder kostspielige Hard- oder Software
  • Qualität und Aktualität der Lernmedien/Wissensquellen nicht überprüfbar
  • Schwierige Inhalte erfordern viel Zeiteinsatz und Durchhaltevermögen

Autodidaktische Weiterbildung im Lebenslauf

Der größte Nachteil bei einer autodidaktischen Weiterbildung ist die fehlende Überprüfbarkeit.Arbeitgeber legen Wert auf aussagekräftige Zertifikate, da nur diese einen Vergleich der Bewerber zulassen. Natürlich sollten Sie alle Fähigkeiten und Kenntnisse, die für die angestrebte Stelle relevant sind, im Lebenslauf erwähnen. Sie müssen jedoch damit rechnen, dass diese nicht genauso gewertet werden, wie entsprechende Zertifikate mit gleichem Inhalt.

Wenn Sie sich Fähigkeiten und Kenntnisse autodidaktisch angeeignet haben, können Sie diese durch die Teilnahme an einer thematisch passenden Weiterbildung auffrischen, ergänzen und vor allem durch ein entsprechendes Zertifikat nachweisen.

Autodidaktisches Lernen im Alltag: So kann es aussehen

Es ist nicht immer einfach, den für die autodidaktische Weiterbildung notwendigen Spagat zwischen Arbeit, Familie, Freunden, Hobbys und Lernen zu schaffen. Zwar sind Sie beim autodidaktischen Lernen besonders flexibel, müssen sich jedoch auch aktiv Zeit zum Lernen nehmen. Im Zweifelsfall abends oder am Wochenende, wenn Sie vielleicht mehr Lust auf Freizeitbeschäftigungen hätten.

Wie dieser Spagat mehr oder weniger gut funktionieren kann und welche Rolle Charakter und Lebensumstände spielen, möchten wir anhand der folgenden drei Beispiele näher verdeutlichen.

Beispiel 1: Der unabhängige Tüftler

Sie sind seit frühester Kindheit ein sehr selbstständiger Mensch, der sich Wissen am liebsten durch Ausprobieren aneignet. Da Sie zurzeit alleine leben, können Sie sich Ihre Zeit völlig frei einteilen und auch das zeitweise Umgestalten des Esstischs zur Mini-Werkstatt nimmt Ihnen niemand übel. Eine effektive Zeiteinteilung haben Sie im Zuge Ihrer letzten Beschäftigung gelernt und verinnerlicht. Daher fällt es Ihnen leicht, sich die gewünschten Kenntnisse in kürzester Zeit anzueignen.

Beispiel 2: Die kreative Alleinerziehende

Sie leben mit Ihren Kindern alleine in einer gemütlichen 3-Zimmer-Wohnung. Wenn die Kinder in der Kita sowie Haushalt und Einkauf erledigt sind, nutzen Sie die kurze freie Zeit, um sich am Laptop mithilfe von Tutorial-Videos in die gängigen Grafikprogramme einzuarbeiten. Auch wenn die Kinder abends schlafen, sitzen Sie häufiger am Laptop als vorm Fernseher. Leider ist weder der Küchenstuhl besonders bequem noch der Laptop auf dem neuesten Stand. Hinzu kommt die abendliche Müdigkeit, sodass Sie nur langsam mit Ihrem selbstgesteckten Lernplan vorankommen. Ihre Beharrlichkeit und Ausdauer sorgen jedoch dafür, dass Sie Ihrem Ziel Tag für Tag ein Stückchen näher kommen.

Beispiel 3: Der begabte Chaot

Sie hatten immer schon ein besonderes Interesse für Zahlen, Daten und Tabellen. Leider sind Sie nicht besonders gut darin, sich selbst zu organisieren. Auch strukturiertes Lernen fiel Ihnen noch nie wirklich leicht. Dafür sind Sie jedoch in der Lage sich sehr schnell auch komplexe Sachverhalten selbst zu erklären. So kommt es, dass Sie bereits nach kurzer Zeit in zahlreichen Themengebieten über Spezialwissen verfügen. Da Sie keinen festen Lernplan haben, fehlen aber noch immer allgemeine Themenbereiche und Qualifikationen, die für ein berufliches Vorankommen erforderlich wären. Für Sie steht die Freude an der Thematik und am Jonglieren mit Zahlen im Vordergrund.

Kurz und knapp: Autodidaktische Weiterbildung

Eine autodidaktische Weiterbildung erfordert Disziplin und passende Lebensumstände. Darüber hinaus birgt sie einige wesentliche Nachteile. Allen voran die fehlende Überprüfbarkeit und Vergleichbarkeit der Kenntnisse. Als Vorbereitung oder in Kombination mit einer klassischen Weiterbildung kann autodidaktisches Lernen jedoch sehr hilfreich sein.

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