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Bildungsgutschein beantragen: Schritt für Schritt zur geförderten Weiterbildung

Comcave College GmbH

Grundsätzliches zum Bildungsgutschein

Der Bildungsgutschein wird von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter ausgestellt. Eingelöst werden kann der Gutschein bei zertifizierten Bildungsanbietern wie zum Beispiel beim COMCAVE.COLLEGE. Die Maßnahme muss dabei zwingend nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zugelassen sein. Der Gutschein ist personengebunden und damit nicht auf andere Teilnehmer übertragbar.

Jeder Gutschein hat einen Gültigkeitszeitraum, der unbedingt beachtet werden muss. Wird die Maßnahme nicht innerhalb des angegebenen Zeitraums begonnen, verfällt der Gutschein und muss neu beantragt werden. Ausführliche Informationen zu den Hintergründen und Zielen des Bildungsgutscheins finden Sie in diesem Artikel.

Bildungsgutschein beantragen - Schritt 1: Die richtige Vorbereitung

Bevor Sie einen Termin bei dem für Sie zuständigen Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter vereinbaren, sollten Sie sich gründlich auf das Gespräch vorbreiten. Da die Vergabe des Gutscheins im Ermessen des Sachbearbeiters liegt, kommt es auf Ihre Argumente im Beratungsgespräch an.

Grundsätzlich gilt: Je besser Sie die Notwendigkeit der Weiterbildungsmaßnahme begründen und belegen können, desto größer ist die Chance auf eine Bewilligung der Förderung.

Beantworten Sie bestenfalls schriftlich folgende Fragen:

  • Wie ist meine aktuelle berufliche Situation?
  • Wie ist die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt in meiner Branche?
  • Wie sind meine Zukunftsaussichten mit meiner derzeitigen Qualifikation?
  • Welche Fähigkeiten oder Kenntnisse steigern meine Chancen am Arbeitsmarkt?
  • Welche Weiterbildungen vermitteln die erforderlichen Fähigkeiten/Kenntnisse?

Ob Sie die Fragen in Stichworten oder ausführlich beantworten, liegt ganz bei Ihnen. Wichtig ist, dass Sie sich schon vor dem Gespräch mit diesen Fragen beschäftigt haben. So zeigen Sie Ihrem Sachbearbeiter, dass Sie nicht blindlings eine Förderung fordern, sondern sich aktiv mit dem Arbeitsmarkt und Ihrer persönlichen Situation beschäftigt haben. Außerdem zeigen Sie gezielt Lösungen für Ihre Situation auf, die sich an den Anforderungen des Arbeitsmarktes orientieren und damit gute Erfolgsaussichten haben.

Noch nicht passende Stellenangebote sammeln

Damit Sie Ihre Ausführungen bezüglich Ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt, mit und ohne Weiterbildung belegen können, legen Sie sich am besten eine kleine Sammlung an Stellenangeboten an. Diese sollten zu Ihrer beruflichen Qualifikation passen und die von Ihnen anvisierte Weiterbildung als Voraussetzung haben.

Beispiel aus der Praxis:
Sie haben Berufserfahrung im Vertriebsinnendienst, sind aber durch eine berufliche Pause mit den aktuellen CRM-Programmen (z. B. SAP) nicht vertraut. Diese fehlende Qualifikation ist jedoch bei den ansonsten passenden Stellenanageboten eine unbedingte Voraussetzung. Wenn Sie diese Stellenangebote im Gespräch mit Ihrem Sachbearbeiter vorlegen, können Sie Ihren Wunsch nach Weiterbildung plausibel begründen.

Eine Zusammenstellung mit fünf bis zehn Stellenangeboten aus Ihrer Region sollte ausreichen, um Ihre Argumentation aussagekräftig zu unterstreichen.

Erfolglose Bewerbungen nachweisen

Ein weiterer wichtiger Schritt beim Antrag auf den Bildungsgutschein ist der Nachweis erfolgloser Bewerbungen beziehungsweise Ihrer Bewerbungsbemühungen. Falls Sie dies noch nicht getan haben, erstellen Sie professionelle Bewerbungsunterlagen und bewerben Sie sich auf die anvisierten Stellen. Dies sollten Sie auch dann tun, wenn Sie eine Zusage aufgrund der fehlenden Qualifikation für sehr unwahrscheinlich halten. Die Bewerbungsunterlagen, eventuelle Absagen sowie eine Liste der Stellen, auf die Sie sich beworben haben, nehmen Sie dann zum Beratungsgespräch mit.

Gut zu wissen: Wenn Sie sich bereits erfolglos bei verschiedenen Unternehmen beworben haben, steigen die Chancen auf die Zusage für eine Förderung deutlich an.

Wenn Sie keine erfolglosen Bewerbungen beziehungsweise entsprechende Bewerbungsbemühungen vorweisen können, kann Ihr Sachbearbeiter diese als Voraussetzung zum Beantragen des Bildungsgutscheins einfordern. Daher ist es meist sinnvoll diesen Schritt zuerst anzugehen, um Ihre Bereitschaft bei der Arbeitssuche zu demonstrieren.

Sollten Sie sich in einer ungekündigten Anstellung befinden, die Sie aufgrund fehlender Qualifikationen zu verlieren drohen, kann ein Gespräch mit dem Arbeitgeber vor dem Beantragen des Bildungsgutscheins helfen. Dieser kann die Situation gegenüber der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter darlegen. In manchen Fällen ist auch eine Aufteilung der Kosten zwischen Kostenträger und Arbeitgeber möglich, um den Erhalt Ihres Arbeitsplatzes mittelfristig zu sichern.

Bildungsgutschein beantragen - Schritt 2: Terminvereinbarung, Beratungsgespräch und Antrag

Mit der richtigen Vorbereitung können Sie nun Ihren Weiterbildungswunsch ankündigen und einen Termin mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter vereinbaren, um den Bildungsgutschein zu beantragen. Wenn Sie die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Förderung erfüllen, erhalten Sie in der Regel innerhalb von vier Wochen einen Termin für ein persönliches Beratungsgespräch.

Folgende Unterlagen sollten Sie zum Beantragen des Bildungsgutscheins mitbringen:

  • Angestrebte Weiterbildung mit Informationen zum Inhalt
  • Angaben zum favorisierten Bildungsträger (z. B. COMCAVE)
  • Stellenangebote oder andere Belege für die Relevanz der Weiterbildung
  • Nachweis über Bewerbungsbemühungen beziehungsweise erfolglose Bewerbungen
  • Bei Angestellten: Bestätigung des Arbeitgeber über die Notwendigkeit der Weiterbildung

Im Beratungsgespräch werden die Details der Förderung festgelegt und in den anschließenden schriftlichen Antrag übernommen. Wird Ihrem Antrag stattgegeben, erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung. Erst nach Erhalt dieser Bestätigung können Sie an der entsprechenden Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen. Dies sollten Sie bei der zeitlichen Planung der Weiterbildung unbedingt berücksichtigen.

Schriftlichen Antrag auf einen Bildungsgutschein stellen

Wenn Ihr Sachbearbeiter die Weiterbildung für sinnvoll anerkennt, können Sie im Anschluss an das Beratungsgespräch den Bildungsgutschein schriftlich beantragen. In vielen Fällen geschieht dies gemeinsam mit Ihrem Sachbearbeiter. Alle im Beratungsgespräch vereinbarten Rahmenbedingungen für die Weiterbildung werden in den Antrag übernommen.

Prüfen Sie vor Abgabe des Antrags noch einmal ganz genau, ob alle Daten stimmen und die von Ihnen gewünschte Weiterbildung richtig beschrieben ist. Idealerweise nehmen Sie die Kursbeschreibung mit zum Gespräch. So haben Sie alle wichtigen Punkte zu Inhalt und Ziel der Weiterbildung schriftlich vorliegen und können diese einfach in den Antrag übernehmen.

Bildungsgutschein beantragen - Schritt 3: Bildungsgutschein beim Bildungsträger bestätigen lassen


Wenn Ihr Antrag Erfolg hat, erhalten Sie schriftlich eine Bestätigung sowie den Bildungsgutschein zugesandt. Mit diesem können Sie nun bei einem zertifizierten Bildungsträger einen passenden Kurs anvisieren. Der Bildungsträger muss hierfür die Angaben auf dem Bildungsgutschein ergänzen.

Damit die Kosten übernommen werden können, muss der Bildungsgutschein vor Beginn der Weiterbildung vom Bildungsträger bei der zuständigen Agentur für Arbeit vorgelegt werden. Diese prüft dann noch einmal, ob der gewählte Kurs mit den Vorgaben des Bildungsgutscheins übereinstimmen. Ist alles korrekt, können Sie die Weiterbildung wie geplant antreten.

Bildungsgutschein beantragen: Häufige Fragen zum Antrag

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Damit Sie einen Bildungsgutschein beantragen können, müssen Sie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sind arbeitsuchend oder arbeitslos.
  • Sie sind von Arbeitslosigkeit bedroht.
  • Ihre berufliche Eingliederung erfordert eine Weiterbildung.
  • Die Sicherung Ihres Arbeitsplatzes erfordert eine Weiterbildung.

Gibt es einen Anspruch auf einen Bildungsgutschein?

Nein. Anders als beim Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, auf den bestimmte Personengruppen einen gesetzlichen Anspruch haben, gibt es beim Bildungsgutschein grundsätzlich keinen rechtlichen Anspruch. Die Vergabe wird immer individuell anhand des Einzelfalls entschieden und liegt im Ermessen des Sachbearbeiters der Agentur für Arbeit beziehungsweise des Jobcenters.

Wie fülle ich den Antrag auf einen Bildungsgutschein aus?

Den Antrag füllen Sie in der Regel gemeinsam mit Ihrem Sachbearbeiter im Anschluss an das Beratungsgespräch schriftlich aus. Im Antrag werden alle relevanten Informationen zum Ziel der Weiterbildung festgehalten. Wird dem Antrag stattgegeben, werden diese Informationen auf den Bildungsgutschein übertragen. Achten Sie daher darauf, dass alle Angaben korrekt sind und den vereinbarten beruflichen Zielen entsprechen.

Darf ich mir den Weiterbildungsanbieter frei aussuchen?

Sie können aus allen Weiterbildungsangeboten frei wählen, die über die erforderliche Zulassung „Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung“ verfügen. Darüber hinaus sind die zeitlichen und regionalen Beschränkungen des Bildungsgutscheins zu beachten.

Alle beim COMCAVE.COLLEGE angebotenen Kurse sind nach AZAV durch die Cert-IT als fachkundige Stelle beziehungsweise als Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach dem Recht der Arbeitsförderung zugelassen.

Kurz und knapp: Bildungsgutschein beantragen

Einen Bildungsgutschein zu beantragen erfordert eine Vorbereitung, ein persönliches Beratungsgespräch mit Ihrem Sachbearbeiter und einen schriftlichen Antrag. Wenn Sie die grundsätzlichen Voraussetzungen erfüllen und die Weiterbildung sinnvoll ist, stehen die Chancen sehr gut, dass Sie mit dem Bildungsgutschein kostenlos an einer Weiterbildung teilnehmen können.

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