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Virtuelle Teams: Herausforderungen und Chancen der „grenzenlosen“ Zusammenarbeit

Comcave College GmbH

Das Wichtigste in Kürze:

  • Virtuelle Teams sind extrem flexibel und vielseitig. Daher bringen sie orts- und zeitunabhängig ihre Expertise für ein gemeinsames Projekt ein.
  • Die kulturelle und oft auch sprachliche Vielfalt kann enorm fördernd für das gemeinsame Ziel sein, bringt aber auch gewisse Probleme mit sich.
  • Kommunikations- sowie Verständnisprobleme und nicht zuletzt die Zeitverschiebung können Hindernisfaktoren sein.
  • Mit der richtigen Technik und den passenden Mitarbeitern können virtuelle Teams Höchstleistung bringen, wenn Sie entsprechend geführt werden.
  • Moderne, digitale Führung nach den Grundsätzen des Digital Leadership ist die Voraussetzung für den Erfolg von virtuellen Teams.

Das macht virtuelle Teams so besonders

Gegenüber konventionellen Teams, die meist am selben Standort des Unternehmens arbeiten, sich sehen und miteinander persönlich interagieren, nehmen virtuelle Teams einen Sonderstatus ein. Sie kennen sich oft nicht persönlich, interagieren nur über digitale Kommunikationskanäle und arbeiten oft zeitversetzt an den Projektteilen. Möglich wird dies durch die mittlerweile enorm leistungsfähigen digitalen Anwendungen. Hierzu zählen unter anderem Google Hangouts, Slack, Skype, WebEx oder Team Viewer, die die virtuelle Zusammenarbeit und Team-Meetings realisieren. Bei vielen Projekten ist dank dieser Tools eine physische Präsenz aller Teammitglieder im selben Raum schlicht nicht mehr nötig.

Die dezentrale und ortsunabhängige Organisation von virtuellen Teams ermöglicht die optimale Kombination der am besten geeigneten Mitarbeiter für ein Projekt. Oft entstehen somit Teams, die es in der Form niemals an einem Ort gegeben hätte. Das ist für Start-Ups hilfreich, die in der Gründungsstadt gewisse Kompetenzen nicht vorfinden. Das kommt aber auch Konzernen entgegen, die ein wichtiges Projekt mit den besten Mitarbeitern aus allen Standorten besetzen wollen, ohne diese lokal zusammenzuführen.

Die virtuelle Zusammenarbeit: Voraussetzungen und Probleme

Damit virtuelle Teams ideal arbeiten können, müssen vor allem zwei Faktoren stimmen: Technik und Personal. Virtuelle Teams sind auf eine perfekt funktionierende Technik angewiesen, sonst ist ein Fortschritt unmöglich. Gleichzeitig müssen die Teammitglieder diese Technik aber auch beherrschen. Fachpersonal ohne digitale Affinität oder die Bereitschaft, sich mit digitalen Werkzeugen auseinanderzusetzen, ist für virtuelle Mitarbeit nicht geeignet.

Ein großer Fehler, den Unternehmen machen, liegt in der mangelnden Unterstützung für virtuelle Teams. Das kann die technische Ausstattung betreffen, aber auch die mangelnde Einarbeitungszeit. Virtuelle Teams sind keine Option zum Kostensparen, sondern zunächst eine strukturelle Investition. Es braucht Zeit und Budget, um effiziente virtuelle Teams aufzubauen.

Virtuelle Führung von Remote-Teams

Natürlich brauchen auch virtuelle Teams eine Führungskraft, die die Richtung vorgibt. In dezentral organisierten Gruppen ist allerdings der konventionelle Führungsstil „von oben“ nicht mehr zeitgemäß. Da kommt das moderne Digital Leadership ins Spiel. Bei dieser neuen Art der Führung spielen digitale Technologien und ein Verhältnis des Vertrauens sowie der Kooperation die Hauptrolle.

Viele Führungskräfte in virtuellen Teams geben an, dass Vertrauen, Integrität und gegenseitige Unterstützung die Hauptanforderungen an Digital Leader in solchen Situationen sind. Teamseitig führt dies häufig dazu, dass Führungskräfte als solche gar nicht mehr wahrgenommen werden. Das kann negative Auswirkungen haben, fördert jedoch auch die Kollaboration und ermutigt zu proaktivem Denken und Handeln.

Die Führung im digitalen Zeitalter fußt weit weniger auf Macht durch Stellung oder Expertise, als vielmehr durch Daten und Partizipation. Ein Digital Leader kann im Optimalfall alle Leistungen objektiv messen und analysieren und bedient sich dabei großer Datenmengen. Das Projektziel selbst wird klar umrissen, zeitlich exakt terminiert und durch positive Anreize attraktiv gestaltet.

Wie können Sie sich auf das Arbeiten in virtuellen Teams vorbereiten?

Wenn Sie sich konkret für die Arbeit in virtuellen Teams interessieren oder sich sogar explizit auf ein solches Projekt vorbereiten möchten, empfehlen sich entsprechende Fortbildungen. Bei COMCAVE haben Sie beispielsweise die Auswahl aus einer Vielzahl von Weiterbildungen und Seminaren zum Themenkomplex Arbeit 4.0, Digitalisierung und Transformation.

Darüber hinaus ist es natürlich sinnvoll sich ausgiebig mit digitalen Medien und Kommunikationsformen zu beschäftigen. Kooperationswerkzeuge und cloudbasierte Co-Working Applikationen gibt es viele. In intensiven Seminaren können Sie lernen, mit diesen umzugehen.

Kurz und knapp: Virtuelle Teams

Damit virtuelle Teams funktionieren, brauchen Sie eine moderne Führung, eine funktionierende Technik sowie geeignete Mitarbeiter und nicht zuletzt den Rückhalt des Unternehmens. Nur so können diese Teams orts- und zeitunabhängig an einem gemeinsamen Projekt arbeiten und jeweils ihre individuellen Stärken einbringen.

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