Lebenslanges Lernen – COMCAVE.COLLEGE® Magazin

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Man lernt nie aus: Wie lebenslanges Lernen uns im Job weiterhilft

Comcave College GmbH
Junge Frau liest Buch

Das Wichtigste in Kürze:

  • Lebenslanges Lernen bedeutet zunächst, ein Bewusstsein für die stetige individuelle Weiterentwicklung zu schaffen, ohne Lernen als Strafe wahrzunehmen.
  • Lebenslanges Lernen gilt in der modernen Arbeitswelt als Grundkompetenz, um mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt halten zu können.
  • Von Bildungspolitik und Unternehmen wird das Konzept sehr ambivalent umgesetzt und oft fehlt es an der nötigen Lernumgebung für die optimale Personalentwicklung.
  • Wichtige Grundelemente für ein lebenslanges Lernen sind Lesen, Lernen von anderen sowie das Ausprobieren von neuen Aufgaben.
  • Professionelle Weiterbildungen und Seminare sind ein weiterer wichtiger Baustein für das lebenslange Lernen – vor allem im beruflichen Kontext.

Das bedeutet lebenslanges Lernen

Ursprünglich ist „lebenslanges Lernen“ ein Konzept aus den Erziehungswissenschaften. Die Erziehung und Ausbildung in Kindes- und Jugendjahren soll dazu ermutigen und befähigen, auch als Erwachsener noch selbstständig dazuzulernen. Die Bildungssysteme sollen die nötigen Informationskompetenzen lehren.

Lebenslanges Lernen zielt natürlich vor allem auf die Aus- und Weiterbildung hinsichtlich der beruflichen Produktivität ab. Doch auch im privaten, gesellschaftlichen und politischen Bereich soll lebenslanges Lernen helfen, zu bilden und die Lebensqualität zu erhöhen.

Von Unternehmen wird lebenslanges Lernen gern in den Kontext der Globalisierung und Digitalisierung gerückt. Stetiges Weiterbilden und das Anpassen an die rasanten Veränderungen gelten als Grundkompetenz, um in der modernen Arbeitswelt bestehen zu können.

Lebensbegleitendes Lernen im deutschen Bildungssystem

In den vergangenen Jahrzehnten gab es in vielen Bildungsinstitutionen eine lebendige Debatte darüber, ob die momentanen Ausbildungssysteme noch zeitgemäß sind. In vielen Berufen reicht es einfach nicht mehr aus, sich auf das während der Ausbildung erlangte Wissen zu stützen. Lebenslanges Lernen schien vielen als notwendige Forderung.

Aufgrund der Unschärfe des Begriffs „lebenslanges Lernen“ gibt es kein einheitliches Konzept oder gar eine bildungspolitische Handlungsanweisung. Wohl aber gibt es auf Länder- und Kommunalebene diverse Initiativen, die das lebenslange Lernen fördern und stärken möchten.

Lebenslanges Lernen im Beruf

Viele Beschäftigte scheinen noch immer im alten Denken zu verharren, dass das Wissen aus einer Ausbildung von etwa drei Jahren ausreicht, um vierzig Jahre gewinnbringend zu arbeiten. Doch in den meisten Fällen ist das nicht gegeben. Vielmehr sind Sie als Mitarbeiter heute immer mehr dazu aufgefordert, sich weiterzubilden und sich dem Konzept des lebenslangen Lernens zu öffnen.

Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern jedoch nur selten ein Umfeld, um effektiv lernen zu können. Gerade das Lernen am Arbeitsplatz und die damit einhergehende Verbindung von Theorie und Praxis ist besonders erfolgreich und vor allem nachhaltig. Es muss ein Umdenken stattfinden, um lebenslanges Lernen dort zu ermöglichen, wo die eigentliche Tätigkeit ausgeführt wird.

Unterschiedliche Wege des lebenslangen Lernens

Vieles aus dem Themenkomplex des lebenslangen Lernens klingt überaus theoretisch und komplex. In der Praxis ist lebenslanges Lernen gar nicht so aufwändig. Ziel ist es, sich neues Wissen anzueignen – sei es noch so marginal und unscheinbar. Dies ist vor allem durch folgende Maßnahmen realisierbar:

Lesen

Lesen bildet. Jedes Buch, sei es ein Fachbuch oder eine leichte Lektüre, bildet weiter und führt dazu, über Dinge nachzudenken. Das trainiert die Synapsen und führt zu neuen Erkenntnissen oder auch zu konkretem Wissen, das sich anwenden lässt.

Von anderen lernen

Teamwork ist im modernen Arbeitsleben wichtiger denn je. Nutzen Sie diese Entwicklung, indem Sie von Ihren Kollegen lernen. Vergessen Sie das Konkurrenzdenken und freuen Sie sich, wenn jemand anderes etwas besser kann. Dann können Sie von demjenigen lernen.

Ausprobieren

Probieren Sie neue Möglichkeiten aus. Das muss sich nicht einmal auf die Arbeit beschränken. Backen Sie, nähen Sie, gehen Sie zum allerersten Mal Skifahren oder reparieren Sie Ihr Fahrrad. Etwas selbst zu tun, ist der beste und dankbarste Weg, um etwas zu lernen.

Weiterbildungen

Bestimmte Zusammenhänge lassen sich nicht ohne die nötigen theoretischen Vorkenntnisse erlernen. Anstatt sich diese autodidaktisch anzulesen, können Sie Weiterbildungen und Seminare besuchen. Hier werden die Inhalte effektiv und professionell aufbereitet, sodass Sie schnell zur praktischen Phase übergehen können.

Kurz und knapp: Lebenslanges Lernen

Das Konzept des lebenslangen Lernens stammt aus der Erziehungswissenschaft, wird heute aber oft als Voraussetzung für die digitale Arbeitswelt verstanden. Mitarbeiter müssen lebenslang lernen, um mit der rasanten Entwicklung der Welt Schritt halten zu können. Der beste Weg zum lebenslangen Lernen führt über das Lernen von anderen, aber auch über Eigenbemühungen, professionelle Weiterbildungen und nicht zuletzt das proaktive Ausprobieren von neuen Tätigkeiten.

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