Weiterbildung vs. Umschulung – COMCAVE.COLLEGE® Magazin

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Weiterbildung vs. Umschulung: Wo liegen die Unterschiede?

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Berufliche Weiterbildung: Umschulung gehört dazu

Weiterbildung ist zunächst ein sehr allgemeiner Begriff, der für sämtliche Formen des Lernens nach der Schul- und Berufsausbildung gilt. Hierzu gehören daher auch private Weiterbildungen, wie ein Koch-, Näh- oder Sprachkurs. Da der Bezug zur beruflichen Tätigkeit fehlt, zählen sie nicht zur beruflichen Weiterbildung.

Berufliche Weiterbildung umfasst hingegen alle Tätigkeiten (Kurse, Seminare, etc.) mit denen die berufliche Kompetenz verbessert wird. Somit gehört zur beruflichen Weiterbildung auch die Umschulung, ebenso wie die Fortbildung oder eine autodidaktische Weiterbildung.

Bereiche der beruflichen Weiterbildung:

  • Einarbeitung
  • Fortbildung
  • Umschulung
  • Erwerben einer Zusatzqualifikation
  • Autodidaktische Weiterbildung
  • Berufsbegleitende Weiterbildung

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die drei letzten Punkte oft synonym mit der beruflichen Weiterbildung verwendet. Dies ist auch nicht ganz falsch, da eine berufliche Weiterbildung dem Erwerb von Zusatzqualifikationen dient oder als autodidaktische/berufsbegleitende Weiterbildung durchgeführt werden kann.

Weiterbildung durch Umschulung: Gründe und Chancen

Die Umschulung ist, ähnlich wie die Aufstiegsfortbildung, eine recht aufwendige berufliche Weiterbildung. Dafür bietet sie jedoch auch die Möglichkeit, einen beruflichen Neuanfang zu wagen und einen staatlich anerkannten Abschluss zu erlangen. Insbesondere für Arbeitnehmer, die in ihrem erlernten Beruf nicht mehr arbeiten können, ist die Umschulung eine vielversprechende berufliche Chance.

Gründe, dass jemand nicht mehr in seinen „alten“ Beruf zurückkehren kann oder will, gibt es viele. Die häufigsten sind:

  • Gesundheitliche Probleme: Darunter fallen zum Beispiel Allergien sowie Einschränkungen durch Krankheit oder Unfall.
  • Zu geringer Verdienst: Insbesondere wenn keine Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden sind und der Verdienst nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt vernünftig zu bestreiten.
  • Keine berufliche Perspektive: Durch den Wegfall größerer Arbeitgeber vor allem im ländlichen Raum oder durch die zunehmende Automatisierung, kann der erlernte Beruf weniger relevant am Arbeitsmarkt werden.
  • Falsche Berufswahl: Diese kann dazu führen, dass der Arbeitnehmer sich bei der Arbeit unwohl fühlt und im schlimmsten Fall mit psychischen Problemen zu kämpfen hat.

Chancen durch eine Umschulung: Neuanfang mit festem Ziel

Ein großer Vorteil bei einer Umschulung ist, dass Sie ein festes Ziel vor Augen haben. Eine Umschulung endet immer mit einem staatlich anerkannten Abschluss auf dem Sie weiter aufbauen können. Wenn Sie wissen, wo die Reise hingeht, können Sie frühzeitig nach passenden Stellenangeboten Ausschau halten. Unter Umständen gibt es sogar die Möglichkeit in dem Betrieb, in dem Sie ihr Berufspraktikum absolvieren, später auch eine Stelle zu finden.

Umschulungsmöglichkeiten sinnvoll einschränken und auswählen:

Bei der Entscheidung für Ihren neuen Berufsweg können Sie aus zahlreichen Angeboten wählen. Um die Auswahl sinnvoll einzuschränken, ergibt es Sinn, sowohl Ihre Interessen und Stärken als auch den Bedarf auf dem Arbeitsmarkt zu berücksichtigen.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Branchen, die zurzeit und voraussichtlich auch in Zukunft Arbeitskräfte suchen. Ihr zuständiger Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit kann Ihnen hier unterstützend zur Seite stehen.

Darüber hinaus finden Sie auf der Seite der Arbeitsagentur zahlreiche Hilfestellungen durch Plattformen wie BERUFENET oder KURSNET. Außerdem können Ihnen spezielle Online-Tools wie der „Job Futuromat“ oder der „Entgeltatlas“ weitere Informationen für die Entscheidungsfindung liefern.

Auch wenn eine Weiterbildung oder Umschulung in der Regel nicht so lange dauert wie die entsprechende reguläre Ausbildung, müssen Sie doch einen erheblichen zeitlichen Aufwand einplanen. Holen Sie sich möglichst viel Unterstützung, sowohl in finanzieller Form (zum Beispiel von der Agentur für Arbeit) als auch in Form von Freunden und Familie, die Sie motivieren und in Ihrem Ziel bestärken.

Berufliche Weiterbildung ohne Umschulung: Was ist möglich?

Eine Weiterbildung durch Umschulung ist immer mit einem großen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Falls Sie keine Förderung für eine Umschulung erhalten oder Sie den Aufwand nicht auf sich nehmen möchten, ist vielleicht eine andere Form der beruflichen Weiterbildung eine gute Alternative zur Umschulung.

Auch wenn die Umschulung viele Vorteile bietet, können Sie auch mit anderen Weiterbildungsformen zum Ziel gelangen. Welcher Weg der richtige ist, hängt von Ihrer bisherigen beruflichen Karriere sowie Ihren persönlichen Umständen ab.

Weiterbildung ohne Umschulung: Möglichkeiten im Überblick:

  1. Fortbildung:
    Eine Fortbildung baut auf dem bisherigen Berufsabschluss auf. Je nach Art der Fortbildung werden die Kenntnisse aufgefrischt, aktualisiert, angepasst oder erweitert. Eine Fortbildung kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn die Einführung einer neuen Software zusätzliche Kenntnisse voraussetzt. Insbesondere wenn das Fehlen dieser Kenntnisse Ihren Arbeitsplatz bedroht, ist eine finanzielle Förderung der Fortbildung möglich.

  2. Erwerben von Zusatzqualifikationen:
    Nicht immer benötigen Sie einen völlig neuen Berufsabschluss, oft reichen Zusatzqualifikationen aus, um Sie für den Arbeitsmarkt 4.0 fit zu machen. Durch den gezielten Erwerb fehlender Qualifikationen oder Zertifikate werden Sie für Unternehmen interessant und steigern somit Ihren Wert auf dem Arbeitsmarkt.

  3. Autodidaktische Weiterbildung:
    Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch eine autodidaktische Weiterbildung, also das Lernen in Eigenregie, sinnvoll sein. Manchmal erfordert es die persönliche Situation, dass Sie nur zu ungewöhnlichen Zeiten oder sehr unregelmäßig lernen können. Zudem können manche Menschen grundsätzlich besser in Eigenverantwortung lernen. In diesen Fällen kann die autodidaktische Weiterbildung eine sinnvolle Alternative sein. Beachten Sie jedoch, dass fehlende Nachweise des Erlernten zu Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche führen können.

  4. Berufsbegleitende Weiterbildung:
    Abendkurse und Wochenend-Workshops bieten die Möglichkeit, Wissen parallel zur Berufstätigkeit anzueignen. Damit sind sie ideal für Arbeitnehmer, die ihre Qualifikationen berufsbegleitend erweitern möchten. Eine berufsbegleitende Weiterbildung kann sehr sinnvoll sein, um die eigenen Zukunftsaussichten zu verbessern oder die fachliche Kompetenz zu steigern.

Weiterbildung oder Umschulung: Welche Lösung passt zu mir?

Die Entscheidung, welche berufliche Weiterbildung oder Umschulung am besten passt, ist nicht immer leicht zu treffen. Nehmen Sie sich daher Zeit für die Entscheidungsfindung und lassen Sie sich möglichst umfassend beraten.

Folgende Fragen können Ihnen zusätzlich bei Ihrer Entscheidung helfen:

  • Kann und will ich weiterhin in meinem erlernten Beruf arbeiten?
  • Wie lange darf die Maßnahme dauern? Wann möchte ich fertig sein?
  • Welche Zusatzqualifikationen können mir neue Türen öffnen?
  • Wie sieht die Unterstützung durch Familie und Freunde aus?
  • Welche finanziellen Möglichkeiten habe ich beziehungsweise gibt es für mich?
  • Welche Berufe interessieren mich und entsprechen meinen Fähigkeiten?
  • In welchen Branchen werden Fachkräfte dringend gesucht?

Wenn Sie diese Fragen für sich beantworten können, steht der Entscheidung nichts mehr im Weg. Sollten dennoch Fragen aufkommen, stehen wir Ihnen beim COMCAVE.COLLEGE helfend zur Seite. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für ein kostenloses Beratungsgespräch, um alle noch offenen Fragen zu Weiterbildung oder Umschulung persönlich zu klären.

Kurz und knapp: Weiterbildung vs. Umschulung

Die Entscheidung für eine Weiterbildung oder Umschulung ist an viele Faktoren gekoppelt und daher nicht ganz einfach. Wer sich jedoch gut informiert und dabei die angebotenen Möglichkeiten nutzt, hat sehr gute Chancen auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft durch eine Weiterbildung oder Umschulung. Zudem ist die finanzielle Unterstützung durch den Arbeitgeber, die Arbeitsagentur oder das Jobcenter denkbar.

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