Jobwechsel richtig begründen – COMCAVE.COLLEGE® Magazin

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Auf zu neuen Ufern: Wie Sie Ihren Jobwechsel richtig begründen

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Heutzutage gibt es viele nachvollziehbare Gründe wie fehlende Aufstiegsmöglichkeiten oder Unterforderung bei der aktuellen Berufstätigkeit, die einen Jobwechsel hinreichend begründen.
  • Bei der Begründung des Jobwechsels ist es vorteilhaft, schlüssig und glaubwürdig zu argumentieren.
  • Stehen hinter dem Jobwechsel sehr negative Beweggründe, beispielsweise Mobbing durch Kollegen oder Ärger mit dem Vorgesetzten, müssen Sie diese nicht bis ins kleinste Detail erläutern. Eine entsprechende Andeutung, die um die Brisanz der Jobwechselgründe aufklärt, reicht im Regelfall aus.

Jobwechsel richtig begründen: Wie gehe ich am besten vor?

Natürlich steht es Ihnen frei auf welche Fragen Sie im Bewerbungsgespräch antworten möchten. Eine generelle Verpflichtung gibt es nicht. Doch wer seinen Job wechseln möchte und im Bewerbungsgespräch auf eine entsprechende Erklärung verzichtet, hinterlässt bei seinem potentiellen neuen Arbeitgeber nicht unbedingt einen vertrauenswürdigen Eindruck.

Vor diesem Hintergrund ist es also immer ratsam seinen beabsichtigten Jobwechsel zu begründen. Wenn es sich beispielsweise um sehr persönliche oder sensible Beweggründe handelt, müssen Sie diese natürlich nicht umfassend erläutern. Aber sie komplett außen vor zu lassen, ist womöglich ebenfalls nicht die beste Option. Versuchen Sie in einem solchen Fall die goldene Mitte zu finden, indem Sie zwar durchaus die Art der Gründe andeuten, aber nicht tiefer auf diese eingehen. Ihr Gegenüber im Bewerbungsgespräch wird eine solche Andeutung schon richtig einordnen können.

Grundsätzlich gilt: Planen Sie einen Jobwechsel, sollten Sie sich auch auf die Frage nach den Beweggründen gut vorbereiten. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie die geplante berufliche Veränderung schlüssig und glaubwürdig begründen. Ohnehin gibt es heutzutage viele verschiedene Gründe, die einen Jobwechsel hinreichend rechtfertigen. Darunter fallen unter anderem folgende Motive:

  • Fehlende Aufstiegsmöglichkeiten
  • Unzufriedenheit mit dem Gehalt
  • Langeweile beziehungsweise Unterforderung im Job
  • Private Gründe wie Umzug oder Geburt eines Kindes
  • Arbeitsalltag anders als gedacht oder beschrieben
  • Mobbing durch Vorgesetzte oder Kollegen
  • Kündigung durch den Arbeitgeber
  • Wunsch den Aufgabenbereich zu wechseln
  • Persönliche Probleme (Gesundheit, Psyche)

Wenn Sie sich erst einmal selbst darüber im Klaren sind, warum Sie die jeweilige Anstellung aufgegeben haben oder aufgeben mussten, können Sie im Bewerbungsgespräch sehr viel leichter Ihren Jobwechsel begründen.

Jobwechsel begründen: Den Fokus auf das Positive richten

Jeder Neuanfang ist gleichzeitig eine Chance und das gilt genauso für den Jobwechsel. Eventuell haben Sie bereits einige Jobwechsel hinter sich und können die daraus resultierenden positiven Aspekte beim Bewerbungsgespräch in den Vordergrund stellen. So machen Sie gleichzeitig auch Ihre Erwartungshaltung deutlich, was für den potentiellen neuen Arbeitgeber durchaus von Interesse ist.

Machen Sie im Gespräch also klar, inwiefern die bisherigen Jobwechsel bei Ihrer persönlichen Entwicklung weitergeholfen haben. Dies gilt zum Beispiel auch, wenn der Jobwechsel rückblickend nur dazu diente herauszufinden, was Sie nicht wollen. Damit können Sie zwar nicht direkt den Jobwechsel begründen, aber Sie zeigen so Ihre positive Einstellung und die Bereitschaft, dass Sie negative Aspekte aktiv angehen.

Sie wissen nicht genau wie Sie Ihren Jobwechsel begründen sollen? Im Folgenden haben wir einige Fragen zusammengefasst, die bei der Begründung helfen können:

  • Welche Fähigkeiten haben sich durch und nach dem Jobwechsel verbessert?
  • Welche Erkenntnisse nehmen Sie dadurch für die Zukunft mit?
  • Welche neuen Möglichkeiten haben sich durch den Wechsel ergeben?
  • Was wäre ohne den Wechsel geschehen? Wo wären Sie jetzt?
  • Was haben Sie durch den Jobwechsel über sich gelernt?

Wenn Sie beim Begründen des Jobwechsels den Fokus auf die Zukunft legen, verliert der eigentliche Grund an Gewicht. Achten Sie auf positive Formulierungen und rücken Sie die Vorteile in den Vordergrund. So können Sie auch einen eher negativen Jobwechsel, bei dem Sie beispielsweise gekündigt wurden, zu einer positiven, lehrreichen Erfahrung uminterpretieren.

Wenn ein Jobwechsel für Sie mit sehr starken negativen Emotionen verbunden war, kann es sinnvoll sein diesen mithilfe eines geschulten Coaches aufzuarbeiten. Solche negativen Emotionen können besonders im Verlauf eines Bewerbungsgesprächs zu unvorhersehbaren Vorkommnissen wie beispielsweise einer starken Gefühlsregung führen.

Begründung für einen Jobwechsel nach kurzer Zeit

Wenn Sie bereits nach kurzer Zeit den Job wieder gewechselt haben, werden Personalentscheider besonders kritisch nachfragen. Eine Begründung für einen Jobwechsel nach kurzer Zeit sollte daher besonders sorgsam vorbereitet werden. Auch hierbei gibt es kein richtig oder falsch.

Wenn Sie beispielsweise bei Ihrem Job nach kurzer Zeit festgestellt haben, dass dieser nicht Ihren Erwartungen entspricht, ist es konsequent den Job zu wechseln. Den Jobwechsel zu begründen sollte Ihnen in diesem Fall nicht besonders schwerfallen. Hier gilt wiederum das Motto, den Fokus auf das Positive zu lenken.

Gab es Ärger mit dem Vorgesetzten, auf den Sie nicht näher eingehen möchten, können Sie auch dies so kommunizieren. Sie können in einem solchen Fall beispielweise sagen: „Ich habe aus persönlichen Gründen gekündigt und möchte an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen.“ Auch wenn diese Antwort vielleicht nicht jeden Personalentscheider zufriedenstellt, ist sie doch um Längen besser, als ausführlich über die unangenehmen und unter Umständen sehr emotionalen Einzelheiten zu sprechen.

Kurz und knapp: Jobwechsel begründen

Einen Jobwechsel zu begründen ist meist gar nicht so schwer, da es in der Regel immer gute Gründe für den Wechsel gibt. Wie viel Sie im Bewerbungsgespräch darüber preisgeben möchten, liegt bei Ihnen selbst. Nicht immer ist es sinnvoll oder notwendig ins Detail zu gehen. Achten Sie bei der Erläuterung Ihrer Beweggründe auf die positiven Aspekte und richten Sie Ihren Blick nach vorne.

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