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Wie erkläre ich Arbeitslosigkeit im Lebenslauf?

Comcave College GmbH

Das Wichtigste in Kürze:

  • Seien Sie auf jeden Fall ehrlich, da Verschweigen Konsequenzen nach sich ziehen kann. Es ist unprofessionell sich beim Bewerbungsgespräch in Widersprüche und Ausreden zu verstricken.
  • Erklären Sie den Grund Ihrer Arbeitslosigkeit, ohne dabei rechtfertigend zu klingen.
  • Betonen Sie Ihre aktive Arbeitssuche und zeigen Sie durch Weiterbildungen sowie ehrenamtliche Aktivitäten Ihr Engagement.
  • Machen Sie längere Auszeiten im Ausland oder Elternzeiten zu Vorteilen und stellen Sie Ihre dadurch entwickelten Fähigkeiten heraus.

Arbeitslosigkeit im Lebenslauf: Stehen Sie dazu

Auf den ersten Blick wirkt eine Arbeitslosigkeit im Lebenslauf wie ein sehr negativer Eintrag. Es kommt aber darauf an, wie lange diese Lücke währt, warum sie entstanden ist und was Sie während der Jobsuche gemacht haben. Wenn Sie beispielsweise nur einige Monate lang arbeitslos waren, ist das kaum der Rede wert. Liegt Ihre letzte Beschäftigung aber über ein Jahr zurück und Sie haben in der Zwischenzeit keine beruflich nennenswerten Aktivitäten vorzuweisen, sinken Ihre Chancen auf eine Einladung zum Bewerbungsgespräch vermutlich.

So formulieren Sie Arbeitslosigkeit im Lebenslauf richtig

Generell sollten Sie die Arbeitslosigkeit im Lebenslauf nicht verschweigen. Das heißt aber nicht, dass Sie diese auch so benennen sollten. Das Wort ist nämlich eher negativ behaftet. Verwenden Sie stattdessen im Lebenslauf „arbeitsuchend“ als Begrifflichkeit. Sie können auch von einer „beruflichen Neuorientierung“ sprechen. Allerdings sollten Sie das nur tun, wenn es auch stimmt. Wenn Sie sich auf exakt die gleiche Art Stelle bewerben, ist der Begriff Neuorientierung eher unpassend.

Sie können die Angabe der Arbeitslosigkeit im Lebenslauf auch weglassen, wenn Sie dafür in den betreffenden Zwischenräumen andere Aktivitäten nachzuweisen haben. Vor allem berufliche Weiterbildungen und Seminare, aber auch Reisen und selbst eine Elternzeit sind adäquate „Lückenfüller“. Der Personalmanager weiß natürlich trotzdem, dass Sie in dieser Zeit arbeitslos waren, aber es fällt aufgrund der positiven Aktivitäten nicht mehr so sehr ins Gewicht.

Aktivität und Eigeninitiative betonen

Wenn Sie die Arbeitslosigkeit im Lebenslauf weglassen und stattdessen Ihre alternativen Aktivitäten betonen, sollten Sie darauf achten, dass diese halbwegs zum ausgeschriebenen Job passen. Wer sich als Buchhalter bewirbt, muss nicht unbedingt seinen Kochkurs angeben. Allerdings sind ehrenamtliche Tätigkeiten immer ein Plus. Wenn Sie als Jugendtrainer im örtlichen Sportverein tätig sind statt nur Zuhause auf der Couch herumzuliegen, zeigen Sie Aktivität, Teamfähigkeit und Führungsqualitäten.

Elternzeit, Krankheit und Auslandsreisen

Nicht selten ist eine Arbeitslosigkeit im Lebenslauf durch eine längere Krankheit begründet. Einzelheiten müssen Sie natürlich nicht angeben. Doch es ist meist besser, einfach eine Auszeit durch Krankheit anzugeben, statt nachher im Gespräch herumdrucksen zu müssen.

Die Pflege von Familienangehörigen sowie die Kindererziehung sind keine wirklichen Lücken im Lebenslauf, sondern einfach ein normaler Bestandteil des Lebens. Jeder gute Personaler weiß, welche Fähigkeiten dabei erworben werden. Kommunizieren Sie solche Zeiträume also selbstbewusst.

Wenn Sie längere Zeit auf Reisen waren, kann sich dies sogar positiv auswirken. Viele Personalchefs legen Wert auf interkulturelle Fähigkeiten und Fremdsprachenkenntnisse. Versuchen Sie aber bitte nicht, jeden Pauschaltrip nach Mallorca als Kulturreise zu interpretieren.

Der Grund der Arbeitslosigkeit im Lebenslauf ist wichtig

Jede Arbeitslosigkeit im Lebenslauf hat ihren Grund. Für manche Gründe können Sie nichts, bei anderen tragen Sie eine Mitverantwortung. Sie sollten daher die Ursache für die Arbeitslosigkeit im Lebenslauf geschickt kommunizieren.

  • Wurden Sie unverschuldet arbeitslos, können Sie diesen Umstand ruhigen Gewissens angeben. Wenn Ihr früherer Arbeitgeber insolvent wurde oder umstrukturiert hat, können Sie schließlich nichts dafür.
  • Haben Sie selbst gekündigt, sollten Sie herausstellen, dass Sie sich aktiv umorientieren möchten. Sie zeigen somit, dass Sie um Ihren Wert als Arbeitskraft wissen und sich nicht mit allem zufriedengeben.
  • Wurden Sie aufgrund von Fehlverhalten entlassen, sollten Sie sich darüber lieber etwas bedeckt halten. Formulieren Sie dann neutral oder lassen Sie eine Angabe des Grundes einfach weg.

Erklären Sie häufige oder längere Arbeitslosigkeit im Lebenslauf

Eine sehr lange Arbeitslosigkeit im Lebenslauf oder mehrere Phasen, in denen Sie arbeitsuchend waren, werfen beim Personalmanager Fragen auf. Selbst, wenn Sie diese Phasen im Lebenslauf gut erklärt haben, werden sie spätestens beim Vorstellungsgespräch zur Sprache kommen. Bereiten Sie sich darauf vor und halten Sie positive Antworten parat.

Im Lebenslauf arbeitslos: Ein Muster als Beispiel

  • Seit 03/2019 Sachbearbeiterin in geringfügiger Beschäftigung
  • 10/2018 bis 02/2019 Weiterbildung im Büromanagement bei COMCAVE
  • 04/2018 bis 08/2018 IHK-Fortbildung für Büroberufe
  • Seit 10/2017 Arbeitsuchend aufgrund von Stellenabbau bei der ABC AG
  • 01/2014 bis 09/2017 Assistenz der Geschäftsführung ABC AG
  • 07/2012 bis 12/2013 Sachbearbeiterin ABC AG
  • 07/2009 bis 06/2012 Ausbildung zur Bürokauffrau bei der ABC AG

Faktisch gesehen war die Dame in unserem Muster seit mehr als einem Jahr arbeitslos und ist auch nur geringfügig beschäftigt. Der Lebenslauf zeigt jedoch, dass Sie unverschuldet gekündigt wurde und seither versucht sich fortzubilden und im Arbeitsleben zu bleiben.

Kurz und knapp: Arbeitslosigkeit im Lebenslauf

Arbeitslosigkeit im Lebenslauf sollte nie verschwiegen oder als unwahr dargestellt werden. Zeigen Sie stattdessen, dass die beschäftigungslose Zeit für Sie die Möglichkeit eröffnet hat, sich weiterzubilden, neu zu orientieren oder bestimmte Fähigkeiten dazuzulernen. Erwähnen Sie alle berufsbezogenen Tätigkeiten und weisen Sie gegebenenfalls daraufhin, dass Sie unverschuldet arbeitslos geworden sind.

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