Lücken im Lebenslauf – COMCAVE.COLLEGE® Magazin

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Tipps: Wie Sie Lücken im Lebenslauf vorteilhaft kommunizieren

Comcave College GmbH
Junger Mann im Jobinterview

Das Wichtigste in Kürze:

  • Lücken im Lebenslauf sind Zeiträume von mehr als zwei Monaten, die nicht weiter erklärt werden.
  • Vermeiden Sie es, solche Lücken zu unterschlagen oder zu kaschieren, sondern gehen Sie offen und selbstbewusst damit um.
  • Formulieren Sie positiv und proaktiv. Sprechen Sie lieber von „zielgerichteter beruflicher Neuorientierung“ statt von „Arbeitslosigkeit“.
  • Bereiten Sie sich darauf vor, die Lücken im Lebenslauf auch im Bewerbungsgespräch souverän zu erklären.
  • Vermeiden Sie längere Lücken, die durch Untätigkeit geprägt sind. Füllen Sie diese stattdessen mit sinnvollen Weiterbildungen, Sprachreisen oder Tätigkeiten zur Selbstentwicklung.

Wie definieren sich Lücken im Lebenslauf?

In den seltensten Fällen gehen Ausbildung, Studium und Arbeitsverhältnisse nahtlos ineinander über. Nicht jede kleine Wartezeit zwischen zwei Stationen in Ihrem Arbeitsleben ist gleich eine Lücke im Lebenslauf. In den meisten Fällen hat sich folgende Faustformel etabliert:

Lücken im Lebenslauf sind alle Zeiträume von mehr als zwei Monaten Dauer, die nicht hinreichend erklärt werden.

Das bedeutet auch, dass Lücken im Lebenslauf immer mit fehlender Erklärung einhergehen. Eine längere Erkrankung, die Pflege eines Angehörigen oder ein ausgedehnter Urlaub nach mehreren Arbeitsjahren sind per se keine Lücke, solange sie transparent kommuniziert werden.

Personaler kennen die Tricks und Kniffe, mit denen Bewerber eine Lücke im Lebenslauf kaschieren oder übergehen wollen. Es bringt also nichts, sich über in Stillschweigen zu hüllen oder durch abstruse Formulierungen davon abzulenken. Besser ist es, die Lücken klar und offen zu erklären.

Lücken im Lebenslauf: Bitte immer ehrlich bleiben

Das Wichtigste bei der Erklärung von Lücken im Lebenslauf ist Ehrlichkeit. Natürlich fällt dies oft nicht leicht, gerade wenn eher unangenehme Umstände der Grund sind. Doch auch dann ist es gegenüber dem potentiellen Arbeitgeber besser, ehrlich zu bleiben. Das gilt unter anderem für:

  • Einen Studienwechsel oder Studienabbruch
  • Wartezeiten vor dem ersten Berufseinstieg
  • Krankheiten
  • Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen
  • Arbeitslosigkeit durch Kündigung (auch selbstverschuldet)

Wartezeiten beim Studienfachwechsel oder vor dem ersten Job lassen sich meist leicht argumentieren. Schließlich wussten Sie, was Sie wollten und waren bereit, auch darauf zu warten. Ein Krankheitsfall wird Ihnen ebenfalls nicht zur Last gelegt, solange Sie den Sachverhalt offen und ehrlich kommunizieren. Am besten grenzen Sie einen krankheitsbedingten Ausfall durch eine eindeutige Erklärung ein. Hierbei müssen Sie nicht Ihre gesamte Krankheitsgeschichte offenbaren. Der neue Arbeitgeber soll nur wissen, dass Sie zukünftig nicht ausfallen werden.

Hat Ihre Karriere gewisse Lücken im Lebenslauf, weil Sie sich um Kinder oder Angehörige kümmern mussten, könnte Ihnen dies sogar Vorteile verschaffen. Sie übernehmen schließlich Verantwortung und haben sich nicht nur in beruflichen Bereichen bewiesen.

Bei einer Kündigung im Lebenslauf haben die meisten Bewerber ein eher ungutes Gefühl. Tatsächlich sind Lücken im Lebenslauf, die durch eine Kündigung entstehen, meist unangenehm. Das gilt umso mehr, wenn Sie die Kündigung selbstverschuldet haben. Doch auch in diesem Fall sollten Sie ehrlich bleiben. Übernehmen Sie Verantwortung und lassen Sie sich nicht zu Emotionalitäten gegenüber Ihrem alten Arbeitgeber hinreißen.

Lücken im Lebenslauf: Die richtige Formulierung finden

Unabhängig von der rein objektiven Beurteilung der Lücken im Lebenslauf kommt es bei Bewerbungen vor allem auf die Formulierungen an. Ein Personaler ist auch nur ein Mensch und nimmt viele Dinge unterbewusst wahr. Dazu zählen auch die psychologischen Effekte, die Sie mit den richtigen Formulierungen erreichen können.

Ein gutes Beispiel ist der Begriff „arbeitslos“. Er klingt trostlos und frustrierend und ist durch die mediale Berichterstattung stark negativ behaftet. Sie sollten ihn daher nicht verwenden. Wenn nötig, schreiben Sie lieber, Sie seien „arbeitsuchend“. Das klingt wesentlich freundlicher und dazu dynamischer und proaktiver.

Sie können beispielsweise auch klare Zielsetzungen formulieren, um dem Personaler zu zeigen, dass Sie zielstrebig sind und wissen, was Sie erreichen wollen. Selbst wenn Sie de facto drei Monate arbeitslos waren und einfach keinen passenden Job gefunden haben, klingt folgende Formulierung doch deutlich besser:

„Berufliche Neuorientierung mit dem Ziel einer verantwortungsvollen Position im Bereich Marketing“

Manchmal ist weniger mehr. Wenn Sie aus einer Lücke im Lebenslauf partout kein positives Argument für sich ableiten können, dann belassen Sie es bei der reinen Erwähnung. Wenn es den Personaler interessiert, wird er spätestens beim Bewerbungsgespräch noch einmal nachfragen.

Bewerbungsgespräch: Seien Sie auf Fragen zu Lücken im Lebenslauf vorbereitet

Sie haben alle Lücken im Lebenslauf offen erwähnt, aber nicht abschließend erklärt? Dann machen Sie sich auf jeden Fall auf Rückfragen im Bewerbungsgespräch gefasst. Keinesfalls sollten Sie unvorbereitet in das Gespräch gehen. Umso weniger überrascht Sie auf Nachfragen wirken, desto besser.

Anders als bei der schriftlichen Formulierung haben Sie im persönlichen Gespräch weniger Zeit zu reagieren. Formulieren Sie am besten vorab mögliche Fragen und bereiten Sie passende Antworten vor. Achten Sie aber darauf, dass die Antworten im Gespräch nicht wie auswendig gelernt klingen.

Noch besser: Im Leben und Lebenslauf Lücken füllen

Eine großartige Möglichkeit, Lücken sinnvoll zu füllen, sind Weiterbildungen. Bei anerkannten Anbietern wie COMCAVE können Sie sich berufsbegleitend oder berufsvorbereitend fortbilden und verwandeln Lücken im Lebenslauf zu wertvollen Argumenten für Ihre erweiterten Fähigkeiten.

Kurz und knapp: Lücken im Lebenslauf

Als Lücke im Lebenslauf zählt jeder Zeitraum von mehr als zwei Monaten, der nicht eindeutig von Ihnen erklärt wurde. Dazu zählen vor allem Zeiten der Arbeitslosigkeit, aber auch Krankheiten, längere Urlaube oder Wartezeiten durch einen Studienfachwechsel. Gehen Sie offen mit den Lücken im Lebenslauf um und verschweigen Sie diese nicht. Erklären Sie die Unregelmäßigkeiten entweder direkt in der Bewerbung oder später im Bewerbungsgespräch.

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