Studienabbrecher können nach einem Studienabbruch über eine Umschulung bei COMCAVE einen anerkannten Berufsabschluss mit IHK-Prüfung erwerben, etwa als Fachinformatiker oder Kaufmann. Unsere Umschulungen dauern 24 Monate in Vollzeit und 36 Monate in Teilzeit und findet online und/oder vor Ort statt. Mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters können die Kosten vollständig übernommen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Wie viele Studierende brechen ihr Studium ab?
- Warum brechen Studierende ihr Studium ab?
- Welche beruflichen Möglichkeiten haben Studienabbrecher?
- Wie funktioniert eine Umschulung nach dem Studienabbruch bei COMCAVE?
- Arbeitslos melden nach dem Studienabbruch: Welche Ansprüche haben Sie?
- Wer bezahlt die Umschulung oder Weiterbildung?
- Wie erklären Sie den Studienabbruch im Lebenslauf?
- Wo bekommen Studienabbrecher Beratung?
- Häufige Fragen zum Studienabbruch
Studium abgebrochen: Was nun?
Nach einem Studienabbruch stehen Ihnen mehrere gute Wege zu einem anerkannten Berufsabschluss offen. Ein Abbruch ist kein Makel. Oft ist er der Beginn eines Kapitels, das besser zu Ihnen passt. Als Studienabbrecher gilt, wer sich ohne Abschluss exmatrikuliert, also offiziell von der Hochschule abmeldet, und kein neues Studium beginnt. Wer nur das Fach oder die Hochschule wechselt, zählt dagegen als Fach- oder Hochschulwechsler. Viele, die ihr Studium abbrechen, finden danach einen Beruf mit klaren Perspektiven.
Bevor Sie Entscheidungen treffen, hilft ein Plan für die ersten Wochen.
Checkliste: Die ersten Schritte nach dem Studienabbruch
- Exmatrikulation beantragen: Melden Sie sich beim Studierendensekretariat ab. Bewahren Sie die Exmatrikulationsbescheinigung gut auf, Sie brauchen sie später noch.
- Krankenversicherung klären: Die studentische Versicherung endet. Fragen Sie Ihre Krankenkasse rechtzeitig, wie es weitergeht.
- Arbeitsuchend melden: Melden Sie sich früh, online oder vor Ort. So sichern Sie sich Unterstützung und mögliche Förderung.
- Beratung nutzen: Sprechen Sie mit einer Studien- oder Bildungsberatung über Ihre Möglichkeiten.
- Wege vergleichen: Prüfen Sie die Alternativen in Ruhe, bevor Sie sich festlegen.
Wie viele Studierende brechen ihr Studium ab?
Laut der jüngsten DZHW-Berechnung haben 28 Prozent der Bachelorstudierenden der Anfangsjahrgänge 2016 und 2017 ihr Studium ohne Abschluss beendet (DZHW 2022). Das DZHW ist das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Es berechnet in einer regelmäßigen Studie die Studienabbruchquoten in Deutschland. Die Abbruchquote zeigt, welcher Anteil eines Anfängerjahrgangs das Hochschulsystem vorzeitig und endgültig verlässt.
Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Hochschularten. Im Bachelorstudium liegt die Abbruchquote an Universitäten bei 35 Prozent, an Hochschulen für angewandte Wissenschaften bei 20 Prozent (DZHW 2022). Diese Hochschulart hieß früher Fachhochschule.
| Bachelorstudium | Abbruchquote | Quelle |
| Alle Hochschularten | 28 Prozent | DZHW 2022 |
| Universitäten | 35 Prozent | DZHW 2022 |
| HAW (frühere Fachhochschulen) | 20 Prozent | DZHW 2022 |
Die Studie macht vor allem eines klar: Ein Studienabbruch ist kein Einzelfall, er betrifft einen großen Teil der Studierenden.
Warum brechen Studierende ihr Studium ab?
Die häufigsten Gründe sind Probleme mit dem Leistungsniveau, fehlende Motivation und der Wunsch nach mehr Praxis. Laut der letzten bundesweiten DZHW-Befragung von Exmatrikulierten war bei Bachelorabbrechern der häufigste Grund, dass sie die Leistungsanforderungen nicht bewältigt haben (30 Prozent). Danach folgen mangelnde Studienmotivation (17 Prozent) und der Wunsch nach einer praktischen Tätigkeit (15 Prozent) (DZHW 2017).
Hinzu kommen Ursachen, die oft zusammenwirken:
- Falsche Erwartungen an das Fach: Viele Studenten merken erst nach einigen Semestern, dass der Stoff anders ist als gedacht.
- Finanzielle Engpässe: Wer neben der Uni viele Stunden jobbt, hat weniger Zeit zum Lernen.
- Familie und Gesundheit: Krankheit, die Pflege von Angehörigen oder ein Kind verschieben Prioritäten.
- Fehlender Praxisbezug: Manche möchten früher eigenes Geld verdienen und sehen, was ihre Arbeit bewirkt.
Ein Abbruch ist deshalb selten ein Zeichen von Versagen. Häufig steckt eine bewusste Entscheidung dahinter. Wer einige Semester studiert hat und merkt, dass der Weg nicht passt, korrigiert den Kurs. Arbeitgeber wissen zudem, dass ein ehemaliger Student Fachwissen und Selbstständigkeit mitbringt.
Welche beruflichen Möglichkeiten haben Studienabbrecher?
Studienabbrechern stehen fünf Wege offen: ein Fachwechsel, eine Berufsausbildung oder ein duales Studium, eine Umschulung, eine berufliche Weiterbildung und der Quereinstieg. Die Zahlen zeigen gute berufliche Perspektiven: Ein halbes Jahr nach Verlassen der Hochschule haben 43 Prozent der Studienabbrecher eine Berufsausbildung aufgenommen, 31 Prozent sind erwerbstätig (DZHW 2017). Welche Alternative passt, hängt von Ihren Zielen und Ihrer finanziellen Lage ab. Die Tabelle stellt jede Möglichkeit mit ihren Chancen und Bedingungen gegenüber.
| Weg | Dauer | Abschluss | Finanzierung |
| Fachwechsel | Abhängig von anrechenbaren Leistungen | Bachelor oder Master | BAföG, eigene Mittel, Nebenjob |
| Berufsausbildung | Je nach Beruf mehrere Jahre, oft zu verkürzen | Berufsabschluss vor der zuständigen Kammer | Ausbildungsvergütung vom Betrieb |
| Duales Studium | Dauer eines Bachelorstudiums | Bachelor, oft mit Berufsabschluss | Vergütung vom Partnerunternehmen |
| Umschulung | Vollzeit in der Regel mindestens ein Drittel kürzer als die Ausbildung | Berufsabschluss vor der zuständigen Kammer | Öffentliche Förderung möglich |
| Berufliche Weiterbildung | Je nach Lehrgang | Zertifikat oder Fortbildungsabschluss | Aufstiegs-BAföG, Förderung, eigene Mittel |
| Quereinstieg | Start ohne Vorlauf | Kein anerkannter Berufsabschluss | Gehalt ab dem ersten Tag |
Studiengang oder Hochschule wechseln
Ein Wechsel lohnt sich, wenn Ihnen das Studieren grundsätzlich liegt, das Fach aber nicht. Oft stört die Ausrichtung, manchmal die Lehre am Studienort. Bereits erbrachte Leistungen lassen sich häufig anrechnen. Dafür reichen Sie Ihr Transcript of Records ein, also die Übersicht Ihrer Noten und Leistungspunkte. Das Prüfungsamt am neuen Studienort entscheidet, welche Module gleichwertig sind. Zwischen verwandten Studiengängen sparen Sie so Zeit.
Berufsausbildung oder duales Studium
Eine Berufsausbildung verbindet die Arbeit im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule. Sie erhalten vom ersten Monat an eine Vergütung. Mit Abitur und Studienleistungen lässt sich die Ausbildungszeit oft verkürzen. Viele Ausbildungen in IT, Technik und Handel sprechen gezielt Studienabbrecher an. Das duale Studium ist eine Mischform: Sie studieren und arbeiten abwechselnd in einem Partnerunternehmen. Am Ende steht ein Bachelor mit viel Praxiserfahrung.
Umschulung mit IHK-Abschluss
Eine Umschulung ist eine verkürzte Ausbildung für Erwachsene. Am Ende legen Sie dieselbe Prüfung ab wie Auszubildende und erhalten den gleichen Berufsabschluss. Für Studienabbrecher ohne Berufsabschluss kommt eine Förderung über den Bildungsgutschein in Frage. Eine so geförderte Maßnahme in einen anerkannten Ausbildungsberuf muss in Vollzeit in der Regel um mindestens ein Drittel kürzer sein als die entsprechende Berufsausbildung (Bundesministerium der Justiz 2026). So kommen Sie schneller in einen neuen Beruf.
Berufliche Weiterbildung
Eine Weiterbildung passt, wenn Sie schon Berufserfahrung haben oder Ihr Studium fachlich nah an einem Berufsfeld lag. Sie baut auf vorhandenem Wissen auf. Ein Beispiel: Wer BWL oder Psychologie studiert hat und bereits im Personalwesen arbeitet, kann sich als Personalfachkaufmann nach dem Studium qualifizieren. Diese Form der beruflichen Bildung bringt Ihre Karriere gezielt voran.
Direkteinstieg und Quereinstieg
Ein Direkteinstieg ohne Berufsabschluss ist realistisch, wenn Sie gefragte Kenntnisse mitbringen, etwa in der IT oder im Vertrieb. Das Risiko: Ohne anerkannten Nachweis sind die Chancen auf höhere Positionen und gute Bezahlung oft geringer. Den Abschluss können Sie später nachholen. Wer ohne reguläre Ausbildung mindestens das Eineinhalbfache der vorgeschriebenen Ausbildungsdauer im Beruf gearbeitet hat, ist als Externer zur Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer zuzulassen (Bundesministerium der Justiz 2026). Das kann ein guter Plan für Ihre Karriere sein.
Wie funktioniert eine Umschulung nach dem Studienabbruch bei COMCAVE?
Bei COMCAVE lernen Studienabbrecher online und/oder vor Ort und legen nach 24 Monaten in Vollzeit oder 36 Monaten in Teilzeit die Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer ab. Der Ablauf in vier Schritten:
- Kostenlose Erstberatung: Sie klären Berufswunsch, Vorwissen und Fördermöglichkeiten.
- Förderung sichern: Sie stimmen die Finanzierung mit dem zuständigen Kostenträger ab.
- Start der Maßnahme: Regelmäßige Starttermine zum Winter und Sommer
- Lernen und Prüfung: IHK-Abschluss und fachspezifische Zertifikate
Studienabbrecher bringen aus dem Studium viel mit. Dieses Wissen geht durch den Abbruch nicht verloren. Die Tabelle zeigt Ausbildungsberufe, die zu typischen Studienfächern passen.
| Bisheriges Studienfach | Passende Berufsbilder |
| Informatik, Wirtschaftsinformatik | Fachinformatiker für Systemintegration, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung |
| Elektrotechnik, Physik, andere MINT-Fächer | IT-Systemelektroniker, Fachinformatiker |
| BWL, VWL | Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufleute |
| Geistes- und Sozialwissenschaften | Kaufmann für Büromanagement, Kaufmann für Marketingkommunikation |
Welche dieser Berufe COMCAVE anbietet finden Sie hier. Zwei Beispiele: Die Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration passt gut, wenn Sie im Informatikstudium Netzwerke oder Betriebssysteme kennengelernt haben. Wer aus BWL oder einem geisteswissenschaftlichen Fach kommt, findet mit der Umschulung zum Kaufmann für Büromanagement einen soliden Einstieg in Organisation und Verwaltung. Anders als beim dualen Studium steht am Ende kein Bachelor, sondern ein anerkannter Berufsabschluss.
Ihr nächster Schritt
Sie haben Ihr Studium abgebrochen und suchen einen anerkannten Abschluss? Lassen Sie sich kostenlos von COMCAVE beraten und klären Sie, welche Umschulung zu Ihnen passt und wie sie gefördert werden kann. Jetzt Kontakt aufnehmen
Arbeitslos melden nach dem Studienabbruch: Welche Ansprüche haben Sie?
Nach einem Studienabbruch besteht meist kein Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung, in Frage kommt dann die Grundsicherung. Anspruch auf diese Versicherungsleistung hat nur, wer innerhalb der Rahmenfrist mindestens zwölf Monate versicherungspflichtig war. Ohne solche Zeiten kommt meist nur Bürgergeld in Frage (Bundesministerium der Justiz 2026). Die Rahmenfrist von 30 Monaten ist der Zeitraum vor der Meldung, in dem diese Zeiten liegen müssen. Mehr Informationen dazu gibt die Agentur für Arbeit.
Welche Leistung kommt in Frage?
- Wenn Sie in der Rahmenfrist mindestens zwölf Monate versicherungspflichtig gearbeitet haben, etwa in einer Ausbildung vor dem Studium, erhalten Sie Leistungen der Arbeitslosenversicherung.
- Wenn Sie nur einen Minijob oder eine Werkstudentenstelle hatten, reicht das in der Regel nicht.
- Wenn kein solcher Anspruch besteht und Sie Ihren Lebensunterhalt nicht selbst decken können, ist das Jobcenter zuständig.
Besteht kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, lohnt sich die Meldung trotzdem. Sie werden beraten, erhalten Stellenangebote und können Förderungen beantragen. Den Unterschied zwischen Arbeitslosengeld 1 und 2 erklärt ein eigener Ratgeber.
So melden Sie sich: Werden Sie aktiv, sobald das Ende Ihres Studiums feststeht. Wie Sie sich richtig arbeitsuchend melden, zeigt eine Anleitung Schritt für Schritt. Halten Sie diese Unterlagen bereit:
- Personalausweis
- Exmatrikulationsbescheinigung
- Lebenslauf und Zeugnisse
- Nachweise über frühere Jobs oder Ausbildungen
Krankenversicherung: Mit dem Ende der Einschreibung endet die studentische Versicherung. Danach kommen die Familienversicherung, eine freiwillige Mitgliedschaft oder die Versicherung über einen Leistungsbezug in Frage. Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher sollten das früh klären, damit keine finanzielle Lücke entsteht.
Wer bezahlt die Umschulung oder Weiterbildung?
Mit einem Bildungsgutschein übernimmt die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter in vielen Fällen die Kosten einer beruflichen Weiterbildung. Der Gutschein ist eine schriftliche Zusage, die Lehrgangskosten für eine zugelassene Maßnahme zu tragen. Auch der nachträgliche Erwerb eines Berufsabschlusses kann so gefördert werden. Voraussetzung ist unter anderem, dass noch kein Berufsabschluss mit mindestens zweijähriger Ausbildungsdauer vorliegt (Bundesministerium der Justiz 2026). Ein abgebrochenes Studium zählt nicht als Berufsabschluss. Viele Studienabbrecher erfüllen diese Bedingung daher.
So läuft die Beantragung:
- Termin bei Ihrer Beratungsfachkraft vereinbaren.
- Passende Maßnahme und Bildungsträger auswählen.
- Bedarf begründen, etwa mit dem fehlenden Berufsabschluss.
- Gutschein erhalten und beim zugelassenen Träger einlösen.
„Zugelassen“ bedeutet: Träger und Kurs sind nach der AZAV zertifiziert, der Verordnung für geförderte Maßnahmen. Eine Beratung vor dem Antrag hilft, die Begründung gut vorzubereiten. Mit einem Bildungsgutschein entfällt die finanzielle Last der Lehrgangskosten meist vollständig. Eine weitere Möglichkeit für Aufstiegsfortbildungen ist das Aufstiegs-BAföG. Mehr zur Umschulung nach dem Studium über das Arbeitsamt lesen Sie in einem eigenen Ratgeber.
Kosten und Förderung bei COMCAVE: Da alle unsere Kurse nach AZAV zugelassen sind, kann auch Ihre Umschulung zu 100% gefördert werden – etwa mit einem Bildungsgutschein von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter.
Wie erklären Sie den Studienabbruch im Lebenslauf?
Geben Sie den Studienabbruch ehrlich an, nennen Sie Fach, Dauer und erworbene Kenntnisse und stellen Sie den Abbruch als bewusste Entscheidung dar. Ein verschwiegenes Studium fällt spätestens bei Nachfragen auf und kostet Vertrauen. Personaler lesen häufig Lebensläufe, in denen jemand ein Studium abgebrochen hat. Viele Betriebe suchen sogar gezielt nach Studienabbrechern, weil diese Vorwissen mitbringen.
So kann der Eintrag im Lebenslauf aussehen:
- 10/2021–03/2023: Studium der Wirtschaftsinformatik, Universität [Ort], nicht beendet
- Schwerpunkte: Datenbanken, Programmierung, Projektmanagement
- Anschließend Neuorientierung hin zu einer praxisnahen IT-Ausbildung
Formulierungen für das Vorstellungsgespräch:
- „Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert und gemerkt, dass mir die praktische Arbeit mehr liegt als die Theorie.“
- „Im Studium habe ich gelernt, mich selbst zu organisieren. Das nehme ich in die Ausbildung mit.“
- „Die Entscheidung habe ich bewusst getroffen. Heute weiß ich genau, welchen Beruf ich lernen will.“
Blicken Sie nach vorn und vermeiden Sie Schuldzuweisungen an Lehrende. Ist nach dem Studium eine Pause entstanden, helfen Tipps, wie Sie Lücken im Lebenslauf erklären. So steigen Ihre Chancen im Bewerbungsverfahren.
Wo bekommen Studienabbrecher Beratung?
Studienabbrecher finden Beratung an der Hochschule, bei der staatlichen Berufsberatung, bei den Kammern und bei Bildungsträgern. Jede Stelle setzt einen anderen Schwerpunkt:
- Studienberatung der Hochschule: Sie hilft, wenn Sie noch zweifeln, ob Sie Ihr Studium abbrechen oder andere Studiengänge prüfen sollten.
- Berufsberatung im Erwerbsleben: Die Fachleute beraten zu Ausbildungen, Fördermöglichkeiten und Arbeitsmarkt.
- IHK und Handwerkskammern: Viele Kammern bieten Programme für Studienabbrecher und vermitteln passende Ausbildungsbetriebe.
- Bildungsberatung von COMCAVE: Unser Team berät Sie gerne hinsichtlich Ihrer weiteren Optionen.
Unser Tipp
Holen Sie sich Rat, bevor Sie sich abmelden. Dann bleibt genug Zeit, berufliche Alternativen in Ruhe zu prüfen.
Häufige Fragen zum Studienabbruch
Bekomme ich nach einem Studienabbruch Geld von der Arbeitslosenversicherung?
In der Regel nein. Diese Leistung gibt es nur, wenn Sie innerhalb der Rahmenfrist mindestens zwölf Monate versicherungspflichtig beschäftigt waren. Das trifft auf die meisten Studierenden nicht zu. Können Sie Ihren Lebensunterhalt nicht selbst decken, kommt Grundsicherung in Frage.
Muss ich mich nach dem Studienabbruch arbeitslos melden?
Nein, eine Pflicht besteht nicht. Die Meldung bringt aber Vorteile: Sie erhalten Beratung und Stellenvorschläge und können eine Förderung für Ihren Berufsabschluss beantragen. Zudem ist die Zeit im Lebenslauf als Phase der Arbeitsuche nachvollziehbar.
Kann ich als Studienabbrecher eine Ausbildung verkürzen?
Ja, häufig. Viele Ausbildungen lassen sich mit Abitur oder anrechenbaren Studienleistungen verkürzen. Den Antrag stellen Sie gemeinsam mit dem Ausbildungsbetrieb bei der zuständigen Kammer. Diese entscheidet im Einzelfall.
Was ist der Unterschied zwischen Ausbildung und Umschulung?
Eine Ausbildung richtet sich meist an Berufseinsteiger und dauert je nach Beruf in der Regel zwei bis dreieinhalb Jahre. Eine Umschulung ist hingegen für Erwachsene gedacht, die sich beruflich neu orientieren möchten. Sie führt zum gleichen anerkannten Berufsabschluss, ist jedoch meist verkürzt und kann unter bestimmten Voraussetzungen öffentlich gefördert werden.
Welche Berufe passen zu Studienabbrechern aus Informatik oder BWL?
Für Informatik passen vor allem Fachinformatiker und IT-Systemelektroniker. Wer BWL studiert hat, ist als Industriekaufmann oder Kaufmann für Büromanagement gut aufgehoben. Wissen aus Programmierung oder Rechnungswesen erleichtert den Einstieg in den neuen Ausbildungsberuf.
Ist ein Studienabbruch ein Nachteil bei der Bewerbung?
Nein, meist nicht. Viele Betriebe sprechen Studienabbrecher gezielt an, weil sie Vorwissen und Lernerfahrung mitbringen. Entscheidend ist, dass Sie den Abbruch schlüssig begründen und zeigen, was Sie aus dem Studium mitnehmen.
Wie viele Studierende beenden ihr Studium ohne Abschluss?
Im Bachelor sind es 28 Prozent der Anfangsjahrgänge 2016 und 2017 (DZHW 2022). An Universitäten liegt die Abbruchquote bei 35 Prozent, an HAW bei 20 Prozent (DZHW 2022).
Quellen
- Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW): Meldung zum DZHW-Brief 05|2022 „Die Entwicklung der Studienabbruchquoten in Deutschland“ [Link: https://www.dzhw.eu/services/meldungen/detail?pm_id=1597]. Veröffentlicht 08/2022. Erhebung/Bezug: Absolventenjahrgang 2020; deutsche Studienanfänger der Jahrgänge 2016 und 2017.
- Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW): Studienabbrecher beginnen häufig eine Berufsausbildung [Link: https://www.dzhw.eu/services/meldungen/detail?pm_id=1492]. Veröffentlicht 06/2017. Erhebung/Bezug: Befragung der Exmatrikulierten 2014.
- Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de: Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III), § 180 Ergänzende Anforderungen an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung [Link: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__180.html]. Veröffentlicht geltende Fassung (abgerufen 10/2026).
- Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de: Berufsbildungsgesetz (BBiG), § 45 Zulassung in besonderen Fällen [Link: https://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__45.html]. Veröffentlicht geltende Fassung (abgerufen 10/2026).
- Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de: Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III), § 142 Anwartschaftszeit [Link: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__142.html]. Veröffentlicht geltende Fassung (abgerufen 10/2026).
- Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de: Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III), § 81 Grundsatz (Förderung der beruflichen Weiterbildung) [Link: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__81.html]. Veröffentlicht geltende Fassung (abgerufen 10/2026).